Über das Projekt

Die geplante Studie soll über einen online-Fragebogen das Konsummuster und die Konsummotivationen hinsichtlich psychotroper Substanzen unter berliner Studierenden ermitteln.

 

Darüber hinaus werden bei der Umfrage Daten zu Persönlichkeitsmerkmalen, Studienleistungen, Wohlbefinden und Risikoverhalten gesammelt. Mit diesen Daten soll ermittelt werden, ob es sich bei dem Konsumverhalten möglicherweise um Problemverhalten handelt und ob dieses mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen, Schwierigkeiten in der Bewältigung des Studiums oder anderen Problemen, sowie mit Risikoverhalten in anderen Lebensbereichen assoziiert ist.

Zudem soll über die Umfrage der Bedarf an spezifischer Beratung zum Thema Drogen unter Studierenden ermittelt werden. Letzteres soll dem Ausbau der bisher bestehenden Studierendenberatung (Studentenwerk) dienen.

 

Haupthypothese:

  • In Bezug auf die von der Studie erfassten Merkmale bestehen Unterschiede zwischen Studierenden, die
    •  Keine Drogen konsumieren,
    •  Gelegenheitskonsumenten sind und
    •  Einen hohen oder problematischen Konsum aufweisen.

 

Sekundärhypothesen (Auszug):

  • Berliner Studierende zeigen eine höhere Prävalenz an (illegalem) Drogenkonsum, insbesondere Partydrogen, als Studierende anderer Städte.
  • Die Konsummotivation ist Abhängig von 1. Der Wirkung und damit der Funktionalität der Substanz (z.B. Psychostimulanzien zur Leistungssteigerung, beruflich und/oder privat)

 

Die Studie soll unter anderem Auskunft darüber geben, welche Drogen in welchem Umfang derzeit bei den Studierenden konsumiert werden, was die Gründe für den Konsum sind und ob problematische Gebrauchsmuster vorliegen.

 

Diese Informationen halten wir deshalb für wichtig, da aktuell der Konsum synthetischer Drogen rasant ansteigt, darunter der Konsum klassischer Substanzen des Nachtlebens (MDMA, Amphetamin) aber auch der Konsum weiterer Substanzen, die in der Berliner Partyszene immer populärer werden (GHB, Ketamin) bis hin zu gänzlich neuartigen ("Spice", "Legal Highs") oder risikoreichen Substanzen wie Methamphetamin ("Crystal Meth").

 

Besonders das Berliner Nachtleben mit einer starken Drogenszene stellt für berliner Studierende eine Herausforderung dar, verantwortungsvoll mit Drogen umzugehen und sich von bestimmten Substanzen und Konsumformen abzugrenzen.

Darüber hinaus werden manche Substanzen zur Leistungssteigerung im Studium eingesetzt (Methylphenidat "Ritalin", Modafinil "Vigil") wiederum andere zur Bewältigung des Leistungsdrucks oder bei Problemem im privaten Bereich. 

 

Der Fragebogen soll in diesem Zusammenhang dazu dienen, das Beratungsangebot für Studierende zu verbessern und ggf. eine ärztlich geführte Spezialsprechstunde einzurichten.

Hier finden Sie den Link zum Fragebogen:

 

Fragebogen

 

Kontakt

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© 2016 Dr. med. Felix Betzler